sinneswandel.art
  • Home
  • Podcast
  • Episoden
    • Allzumenschliches
    • Mensch & Natur
    • New Economy
    • Zusammenleben gestalten
    • Zukünfte denken
  • Unterstützen
  • Über
sinneswandel.art
  • Home
  • Podcast
  • Episoden
    • Allzumenschliches
    • Mensch & Natur
    • New Economy
    • Zusammenleben gestalten
    • Zukünfte denken
  • Unterstützen
  • Über

Sinneswandel

Christian Felber: Ist unsere Wirtschaft krank?

von Marilena 18. Januar 2020

Mein heutiger Gast ist nicht nur der Überzeugung, dass unser derzeitiges Wirtschaftssystem als auch die Art und Weise, wie wir Wirtschaft lehren und denken, krank ist, sondern zudem uns Menschen und den Planeten krank machen. Darum benötigt es ihm zufolge eine Revolution der Wirtschaftswissenschaft. Wozu er auch in seinem erst kürzlich erschienenen Buch „This is not economy“, aufruft. Christian Felber, von dem hier die Rede ist, kritisiert die Wirtschaft allerdings nicht nur in seinen Büchern. Als Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und Gründungsmitglied von Attac Österreich, setzt er sich auch selbst aktiv für die Umsetzung seiner Forderungen ein. Wie die Abschaffung der Sichtweise auf den Mensch als Homo oeconomicus, die Verantwortungsübernahme von Unternehmen für Mensch und Natur und damit eine Wirtschaft, die dem Gemeinwohl dient, anstatt es zunehmend zu zerstören. Ob und wie eine solche Revolution gelingen kann, das wollte ich von Christian Felber erfahren und habe mich zu diesem Zweck mit ihm in Hamburg getroffen.

Ein besonderer Dank gilt den Fördermitgliedern Wolfgang Brucker, Sebastian Brumm, Christian Danner, Maike Gemba, Claudia Grimm, Bastian Groß, Johannes Hönicke, Ole Jasper, Pauline Keller, Pascale Röllin, Nicolas Ruland und Anja Schillig, die den Podcast in diesem Monat mit 10€ oder mehr unterstützen.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:

  •  Mach (einen) Sinneswandel möglich und werde Mitglied 
  • Unterstützen kannst du auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319.
  • Lesenswert: Christian Felbers aktuelles Buch This is not economy: Aufruf zur Revolution der Wirtschaftswissenschaft
  • Mehr Informationen zu Christian Felber, als auch zur Gemeinwohlökonimie erhältst du auf seiner Website

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

18. Januar 2020

(Ein) Sinneswandel ist nur mit Euch möglich

von Marilena 8. Januar 2020

Als ich den Podcast 2017 gestartet habe, stand da kein Business-Gedanke im Vordergrund. Der Podcast war kein Mittel zum Zweck. Nein, ich hatte einfach nur einen Wunsch: Meine Gedanken teilen. Ich wollte nichts verkaufen, vermarkten oder vertreiben. Schon gar nicht meinen HörerInnen. Irgendwann bin ich allerdings an den Punkt gekommen, an dem ich realisiert habe, dass ich nicht in dieser Form weiter arbeiten kann. Denn von Likes und Downloads alleine lässt es sich leider schlecht leben. Also habe ich nach Lösungen gesucht und bin schließlich auf Steady aufmerksam geworden.

Steady ermöglicht es Mitgliedern Projekte und Persönlichkeiten, die sie feiern, nachhaltig zu unterstützen. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie WOLLEN. Weil sie dadurch Teil einer Community sind und nicht nur AbonnentInnen. Denn Mitgliedschaft bedeutet Teilhabe, Einbindung, sogar Leidenschaft und der Glaube an eine wichtige Sache. Und, vielleicht am Wichtigsten, Mitglieder befreien MedienmacherInnen vom Zwang, ihre Inhalte kommerzialisieren zu müssen.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:

► Unterstütze mich, indem du Mitglied von Sinneswandel auf Steady wirst. Damit sicherst du nicht nur den Podcast, sondern bekommst auch etwas von mir dafür zurück.
► Du möchtest mir (einmalig) einen individuellen Geldbetrag senden? Dann geht das via PayPal oder als Überweisung an DE95110101002967798319. Danke!

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

TRANSKRIPT:

Über Geld spricht man nicht. Schon gar nicht in Deutschland. Und, wenn man es hat, sowieso nicht. Dann wird geschwiegen und genossen. Aber was, wenn das nicht der Fall ist? Wenn man an Grenzen stößt? Grenzen des Machbaren. Die es alleine nicht zu überwinden gilt. Wenn man feststellt, dass auch, wenn man dachte, dass Geld für einen kein Thema und erst recht keine Motivation darstellt, man es dennoch benötigt. Das klingt vielleicht alles sehr banal und einleuchtend. Denn, wir alle müssen etwas essen und trinken und brauchen ein Dach über dem Kopf. Daran fehlt es mir auch nicht. Nichtsdestotrotz bin ich, wie ich bereits vor einiger Zeit auf Instagram bereits verkündet habe, an andere Grenzen gestoßen, die insbesondere den Podcast betreffen. Den ich seit nun mehr als zwei Jahren produziere und der trotz aller Sinneswandel im Kern als Konstante beständig geblieben ist. Der für mich weitaus mehr als ein Medium ist. Es ist mein Sprachrohr. Mein Kanal, über den ich all das in der Tiefe teilen kann, dass mir auf den Herzen liegt, manchmal in mir brodelt. Das mir wichtig erscheint. Und, als ich festgestellt habe, dass die Zukunft des Sinneswandel Podcast auf der Kippe steht, wusste ich, es ist an der Zeit zu reden. Auch über Geld. Dafür muss ich allerdings woanders beginnen.


Lass uns zunächst über „Content“ sprechen. Also Inhalt. Content gibt es heutzutage zum Nulltarif. Er hat keinen Wert mehr an sich, ist quasi nur noch Mittel zum Zweck. Als Catcher für die „echten“ Inhalte. Gepresst wird dieser Content nun in sogenannte „Freebies“, also kostenlose digitale Produkte, die nicht selten in unendliche Funnel führen, aus denen kein Ausweg in Sicht ist. Dieser Content, von dem ich spreche, zielt primär auf Reichweite ab. Erkennbar ist er durch u.a. reißerische, SEO optimierte Überschriften und Schlagwörter. Alles für noch mehr Sichtbarkeit und Umsatz. Um noch mehr Value zu generieren. Der dann kommt, wenn man den billigen Content erst geschluckt hat. Mmmh, lecker!Reichweite ist das neue Gold. Leads, also eigentlich Menschen, aber so werden die heute nicht mehr genannt, werden mit Newslettern gefüttert, die keine Neuigkeiten, sondern haufenweise Werbung enthalten. Nur heute, jetzt zugreifen! Dann, erst dann bekommst du den wahren Wert, heißt es. Du musst dich nur eintragen und noch mehr kaufen. Weil Content alleine nicht mehr ausreicht. Vermutlich stimmt das sogar. Denn gut recherchierter Inhalt, der zu hochwertigen Texten oder anderweitigen medialen Inhalten, wie Video oder Audio, verarbeitet wird, kostet Zeit. Und Muße. Das geht nicht mal so zack zack.Als ich den Podcast 2017 gestartet habe, stand da kein Business Gedanke im Vordergrund. Der Podcast war kein Mittel zum Zweck. Keine Maschinerie, die das Rad am Laufen hält. Kein Marketing Tool oder Akquise Mittel. Nein. Ich hatte einfach nur einen Wunsch: Meine Gedanken teilen. Punkt.

Ich wollte nichts verkaufen, vermarkten oder vertreiben. Schon gar nicht meinen HörerInnen. Für mich war es das Größte, eine E-Mail mit einer Nachricht zu erhalten, in der steht: „Danke für deinen Podcast. Du sprichst mir aus der Seele.“ Das ist es auch heute noch. Das ist mir mehr wert als alles andere. Irgendwann bin ich allerdings an den Punkt gekommen, an dem ich realisiert habe, dass, wenn ich so weiter arbeite, ich mich selbst ruinieren würde. Denn von Likes und Downloads alleine lässt es sich leider schlecht leben. Weder mein Bäcker, noch meine Universität akzeptiert diese Zahlungsweise. Also habe ich nach Möglichkeiten gesucht, wie ich den Podcast dennoch weiter am Leben erhalten kann. Dass der Inhalt an sich bereits von Wert für andere und ein Grund sein könnte, mich zu unterstützen, auf die Idee bin ich zu dem Zeitpunkt nicht gekommen. Stattdessen begann ich eine Maschinerie aufzubauen. So macht man das heute. Man kreiert Freebies, baut sogenannte Produkt-Funnel, schaltet Ads, also Anzeigen und und und. Um am Ende das tun zu können, was man liebt. Texte schreiben, Gedanken teilen, kreativ sein, diskutieren…

Aber, weil diese aufwendige, zeit- und nervenaufreibende Maschinerie an sich natürlich noch nicht genug ist, beginnt man eines Tages Werbung zu schalten. Oder anders gesagt: Seine Seele zu verkaufen. Sich im übertragenen Sinne zu prostituieren. Denn für Werbung wird viel, sehr viel Geld ausgegeben. Da ist genug Marketing Budget vorhanden. Zwischen 1.000 und 3.000 Euro für eine Minute Werbung im Podcast Intro – völlig normal. Da lohnt es sich plötzlich Folgen zu produzieren. Produzieren trifft es dann auch sehr gut. Schnell rückt der Inhalt in den Hintergrund. Das zu bewerbende Produkt wird auf Biegen und Brechen versucht unauffällig unter den Inhalt zu mogeln – es soll schließlich noch authentisch klingen. Aber, ganz gleich, wie sehr man das Produkt vielleicht sogar selbst feiert, es ist und bleibt Werbung. Eine Kauf- und Konsumempfehlung. Und die steht da plötzlich im Raum. Zwischen meinen HörerInnen und mir. Wie ein rosa Elefant über den niemand spricht, aber alle wissen: Er ist da. Ein seltsames Gefühl. Fast beschämend. Denn eigentlich möchte ich so etwas sagen, wie: „Den Elefanten, den wollte ich eigentlich gar nicht.

Um den geht es nicht. Ihr seid mir wichtig. Die, die meinen Podcast hören. Um euch geht es. Um dich.“ Da stehen wir nun also. Und es ist an der Zeit über diesen rosa Elefanten zu reden. Über die Werbung, die ich nicht mehr schalten möchte. Weil ich meine Inhalte nicht mehr in ein Korsett zwängen und verkäuflich machen möchte. Weil ich den Werbebanner zwischen dir und mir Leid bin. Darum ist es an der Zeit für etwas Neues. Etwas, vor dem ich zugegebenermaßen Angst habe. Und davon nicht wenig. Aber, es führt kein Weg dran vorbei. Also nehme ich all meinen Mut zusammen.Sinneswandel braucht dich. Oder anders gesagt: Der Podcast braucht dich, um einen Sinneswandel möglich zu machen. Oder noch mal anders gesagt: Ich brauche dich. Weil ich den Podcast nicht mehr alleine stemmen kann. Also die Finanzierung. Denn, anders, als viele annehmen, verdiene ich mit dem Podcast kein Geld. Wenn ich keine Werbung schalte. Dass Spotify oder iTunes PodcasterInnen bezahlen, stimmt leider nicht. Zumindest nicht für den Großteil. Gleichzeitig fließt in die Produktion des Podcasts nicht nur meine Zeit, sondern auch mein eigenes Erspartes. Denn das technische Equipment, wie Mikrofon und Videokamera, als auch Reisekosten und Honorare für Interviews, Fixkosten, wie Website und Hoster und zu guter Letzt die Bezahlung der Menschen, ohne die der Podcast nicht möglich wäre, wie Jens, der die Kommunikation verantwortet, Jan-Marius, der das Beste aus Video und Ton herausholt und Tanita, die mit ihrem Sinn für Design dem Ganzen ein I-Tüpfelchen verleiht.

Es geht mir keinesfalls darum, diese Podcast Folge als Kummerkasten zu nutzen oder Mitleid zu erregen. Vielmehr ist es mir ein Anliegen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Arbeit, die in dieses Medium fließt, nicht von selbst entsteht. Dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Podcast frei zur Verfügung steht, auch, wenn wir das so gewohnt sind und selten hinterfragen. Dass wir uns eine Zeitschrift oder einen Kaffee kaufen müssen, erscheint uns vollkommen normal. Warum dann nicht auch für mediale Inhalte, die online verfügbar sind, wie Podcasts oder Blogs? Sofern sie uns das wert sind, versteht sich.Was wir allerdings beobachten können, ist, dass immer mehr MedienmacherInnen resigniert aufgeben und ihre Arbeit beenden. Weil sie sich nicht mehr finanzieren können. Weil wir Menschen in einer Nullgrenzkostengesellschaft, wie sie der Autor Jeremy Rifkin nennt, nicht mehr bereit sind für Inhalte, die wir konsumieren, zu zahlen. Es gibt einfach zu viel. Ein Übermaß an Angeboten, zwischen denen man potentiell wechseln kann. Und so entscheidet man sich im Zweifel für das Kostenlose, oft Kommerzielle. Und nimmt dafür halt die großen Werbebanner und reißerischen SEO Headlines in Kauf. Für eine Demokratie ist eine freie Öffentlichkeit extrem wichtig. Zum Glück existiert die bereits im Großteil der westlichen Länder. Selbstverständlich ist sie allerdings nicht. Auch als BürgerInnen in Europa müssen wir uns immer wieder dafür entscheiden und für sie kämpfen. Das sieht man schon daran, dass das Vertrauen in die Medien sinkt.

Dass Fake News und rechtsextreme Publikationen auf dem Vormarsch sind. Und, dass sich, wie bereits gesagt, viele MedienmacherInnen schwer tun, sich zu finanzieren. Gerade deshalb brauchen wir unabhängige Medien und müssen uns für sie einsetzen. Also für Blogs, Podcasts, Youtube-Kanäle, Newsletter und Magazine, die authentisch und nicht auf die Finanzierung durch Werbung angewiesen sind. Warum? Nur mit einer bunten Medienlandschaft wird auch ein breites Meinungsspektrum abgebildet. Und das ist nötig, damit verschiedene Gedanken und Meinungen gehört und diskutiert werden können. Es reicht nicht aus, sich nur auf die großen Medienhäuser zu verlassen. Wir brauchen Diversität und MedienmacherInnen, die nicht kofinanziert sind. Und wir brauchen auch kleinere Medien und lokale Berichterstattung. Der Vorteil ist, dass unabhängige Medien nicht den Wünschen Dritter, wie etwa AnzeigenkundInnen, gerecht werden müssen. Sie müssen nicht ständig darauf achten, dass sie genug Reichweite haben, genug Content liefern und bestimmte Zielgruppen erreichen. MedienmacherInnen und Kreative, die frei von solchen Ansprüchen Dritter sind, können sich voll und ganz auf ihre Arbeit und ihre ZuhörerInne oder LeserInnen konzentrieren. Und mal ehrlich: Niemand mag Werbeanzeigen. Ich kenne zumindest keinen.Schon der Künstler Pablo Picasso sagte einst: „Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.“  Das macht einen Unterschied. Als unabhängige Publisherin wäre es mir möglich, nicht dem schnellen Klick hinterherlaufen, sondern authentische und hochwertige Inhalte zu kreieren. Die einen wirklichen Mehrwert schaffen und nicht auf Kommerz und Konsum abzielen.Also habe ich nach Lösungen gesucht, die mir diese Form der freien Arbeit ermöglichen würden. Schnell bin ich auf Plattformen, wie Patreon aus den USA oder diverse Crowdfunding Seiten gestoßen. Erst durch einen Hinweis einer HörerIn wurde ich schließlich auf Steady aufmerksam. 

Das Start-up aus Berlin wurde 2016 von den Krautreporter-Machern Sebastian Esser und Philipp Schwörbel gegründet. Ihr Beweggrund war es, Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, Projekte und Persönlichkeiten, die sie feiern, nachhaltig zu unterstützen. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Weil sie dadurch Teil einer Community sind und nicht nur AbonnentInnen. Denn Mitgliedschaft bedeutet Teilhabe, Einbindung, sogar Leidenschaft und der Glaube an eine wichtige Sache. Und, vielleicht am Wichtigsten, Mitglieder befreien Medienmacherinnen vom Zwang, ihre Inhalte kommerzialisieren zu müssen.Mittlerweile haben sich diverse Publikationen, vom Perlentaucher über die taz, diverse Podcasts bis hin zu gemeinnützigen Projekten für diese Form der Mitgliederfinanzierung entschieden. Ich selbst habe lange gezögert, diesen Weg einzuschlagen. Vor allem, weil ich das Gefühl hatte, sehr viel Mehrwert bieten zu müssen, um Mitgliedschaften überhaupt anbieten zu dürfen. Ich wusste anfangs nicht, ob ich das stemmen kann. Und, obwohl mir Crowdfunding als ein geeigneter Weg erschien, plagten mich dennoch vielerlei Zweifel: Wer soll für meinen Podcast freiwillig zahlen? Wer gibt Geld für etwas aus, das man auch kostenlos bekommt? Und wer sollte ausgerechnet mir Geld geben?Letzten Endes hat es nun mehr als zwei Jahre gebraucht, in denen ich den Podcast betrieben habe, bevor ich nun diesen Schritt wage. Und ich möchte dir gerne kurz erläutern, was das konkret bedeutet und, wie du, wenn du es möchtest, selbst zum Mitglied und damit auch zur ErmöglicherIn eines Sinneswandels wirst. Natürlich kannst du das Ganze auch in Ruhe auf meiner Website und Steady nachlesen. Die Links findest du in den Shownotes.Der Unterschied zwischen Steady und klassischem Crowdfunding, ist, dass keine bestimmte Summe erreicht werden muss, damit das Projekt finanziert wird, sondern die Mitglieder spenden monatlich.

Dabei gibt es unterschiedliche Optionen zur Auswahl. In meinem Fall genau drei. Mit 2,50€ im Monat wirst du zur SympathisantIn. Auch damit trägst du bereits nachhaltig dazu bei, dass der Podcast bestehen bleiben kann. Als Dankeschön kannst du, oh Wunder, den Podcast hören und nimmst zudem gratis an Verlosungen für z.B. Bücher teil. Außerdem hast du als Mitglied die Möglichkeit, dich mit mir auszutauschen und deine Wünsche und Anregungen in den Podcast einzubringen. Mit 5€ im Monat wirst du zur GestalterIn. Neben meinem ewigen Dank, erhältst du außerdem eine selbstgeschriebene Karte von mir zu dir nach Hause. Mit 10€ im Monat wirst du zur PionierIn. Du genießt natürlich alle Vorteile, wie auch die anderen zwei und wirst zusätzlich, außer es ist nicht erwünscht, namentlich am Ende einer jeden letzten Podcast Episode im Monat als Fördermitglied genannt.Wenn wir gemeinsam das erste Ziel von 1.000€ erreicht haben, die monatlich notwendig sind, damit der Podcast langfristig produziert werden kann, möchte ich als Dankeschön ein Treffen oder gar ein kleines Fest für alle Mitglieder organisieren. Damit wir uns mal in Live und Farbe kennenlernen. ich habe noch viele weitere Ideen und bin natürlich auch offen für deine Anregungen.Das Schöne an Steady ist außerdem, dass du deine Mitgliedschaft monatlich beenden kannst. So hast du die Möglichkeit es erstmal zu testen oder, wenn dir der Podcast nicht mehr zusagt, dein Geld anderweitig zu verwenden.

Außerdem ist steady so transparent, dass du sehen kannst, wie viele Mitglieder der Sinneswandel Podcast bereits hat und viel viel uns noch fehlt, um das Monatsziel zu erreichen.Vielleicht noch interessant, wenn auch nicht notwendig, für dich zu wissen ist, dass neben den 19% Mehrwertsteuer, die auf die Einnahmen anfallen, Steady eine Provision von 10% erhält. Außerdem fallen, je nach Zahlungsmethode weitere Gebühren an, die abgezogen werden. Eine horrende Summe bleibt am Ende also nicht übrig und reich werden tut man mit diesem Modell in der Regel auch nicht. Das ist aber auch nicht mein Ziel. Für mich bedeutet es viel mehr, dass ich aus einer Idee etwas geschaffen habe, das hochwertige Inhalte bereitstellt, und ich alle daran Beteiligten fair entlohnen kann. Darüber hinaus gehört für mich der Austausch mit den HörerInnen nach wie vor zu den schönsten Dingen des Podcastens. Allerdings verdient gute Arbeit in meinen Augen mehr als ein Like.Bei Steady gibt es feste Mitgliedsbeiträge. Das hatte ich bereits erwähnt. Im Falle von Sinneswandel, wahlweise in Höhe von 2,50€, 5€ und 10€. Da ist nichts dran zu rütteln. Wenn du mir einen einmaligen oder freien, kleineren oder größeren Betrag zukommen lassen möchtest, so hast du die Möglichkeit dies via Paypal und Banküberweisung zu tun. Dann geht natürlich auch keine Provision an Steady. Alle Infos dazu findest du wie alles andere in den Shownotes und auf meiner Website.Eine Sache ist mir von Anfang an sehr wichtig gewesen: Open Policy. Was meine ich damit? Ich möchte ab heute nicht nur exklusiv für meine Mitglieder produzieren. Denn ich weiß, dass es viele Leute gibt, die sich eine Mitgliedschaft nicht leisten können. 

Harte Paywalls halte ich persönlich für ausgrenzend und möchte, wenn möglich davon absehen. Daher hoffe ich umso mehr und würde mich freuen, wenn die, die es können, den Podcast finanziell mit unterstützen. Damit der Podcast weiterhin für alle öffentlich zugänglich bleiben kann.Was ich dir hiermit also versprechen möchte ist, dass es in Zukunft keine Werbung in diesem Podcast mehr geben wird. Lediglich Werbung für die eigene Sache, indem ich auf die Möglichkeit der Mitgliedschaft verweise. Und natürlich freue ich mich, wenn auch du diese Nachricht mit Freunden, Kollegen und Bekannten teilst, von denen du glaubst, dass es sie interessieren könnte.Ich würde mich riesig freuen, wenn ich dich als Mitglied begrüßen darf und wir gemeinsam einen Sinneswandel möglich machen. Den Anmeldelink und weitere Infos findest du in den Shownotes. Auf meiner Website gibt es zudem eine FAQ mit Antworten auf die vermutlich meist gestellten Fragen.Geld ist geprägte Freiheit, schrieb einst der Schriftsteller Dostojevski. Und Unrecht hat er damit nicht. Geld und dessen Besitz ist bei weitem nicht alles auf der Welt. Aber zu wissen, dass es für das Nötigste reicht, macht definitiv innerlich frei und schafft  Raum, in dem Kreativität fließen kann. „Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld“, waren die Worte Picassos, der sich scheinbar ebenso mit diesem Thema konfrontiert sah und trifft es damit, finde ich, auf den Punkt. Das Geld an sich ist mir nicht viel Wert und nicht mein Antrieb. Vielmehr geht es mir um das Gefühl, unabhängig arbeiten zu können, ohne  mich permanent sorgen zu müssen, wie ich den Podcast über die Runden bringe.Außerdem ist eine Mitgliedschaft, so empfinde ich es zumindest, ein gelungenes Mittel, um für die Arbeit, die jemand leistet, Wertschätzung und Anerkennung zu zeigen.Ich danke dir sehr fürs Zuhören und würde mich sehr freuen, wenn du Mitglied von Sinneswandel wirst. Ganz gleich, ob als Sympathisantin, Gestalterin oder PionierIn. 

8. Januar 2020

Ein etwas anderer Jahresrückblick

von Marilena 5. Januar 2020

2019 also. Ein bewegendes Jahr. In vielerlei Hinsicht. Nicht nur für mich. Lasse ich die vergangenen Monate vor meinem inneren Auge Revue passieren, wird mir bewusst, wie viele politische und gesellschaftliche Ereignisse mich emotional, aber auch physisch bewegt haben: Europawahl im Mai, Brexit Hin und Her, die gewohnte Trump Misere, der Amazonas steht in Flammen, der heißeste Juni weltweit seit Wetteraufzeichnung. Anschlag in Halle, wachsender Rechtspopulismus und auf der anderen Seite der bisher größte Klimastreik in der Weltgeschichte am 20. September. Über 4 Millionen auf den Straßen weltweit. Alleine in Deutschland 1,4 Millionen.

Ich habe viel nachgedacht in 2019. Das klingt, als hätte ich das zuvor nicht getan. Aber ich meine damit nicht ein intentionales Nachdenken, wohlmöglich begleitet von Journalling und Meditation, sondern einfach nur Denken. Das, was eben kommt, wenn man gerade nichts tut. Oder, wenn man wie ich, zwei Wochen alleine wandern geht. In der Natur wird einem einiges bewusst. Wenn man dem Rascheln der Bäume im Wind lauscht, zu den gewaltigen Felswänden hinaufblickt. Dass man doch eigentlich ein Teil von ihr ist. Nichts von der Natur Abgetrenntes. Keine Umwelt, sondern Mitwelt. Nicht Ressource allein, sondern Leben. Wie du und ich.

In dieser Episode erfährst du:

  • Was mich im vergangenen Jahr 2019 bewegt hat.
  • Weshalb die unablässige Beschäftigung mit sich selbst, einen manchmal noch weiter von sich entfernen lässt.
  • Weshalb es ein gemeinsames Narrativ für eine lebenswerte Welt braucht.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:

► Du sollst nicht funktionieren: für eine neue Lebenskunst von Ariadne von Schirach.
► Würde: Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft  von Gerald Hüther.

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

TRANSKRIPT:

Es war ein wenig still hier die letze Zeit. Bewusst habe ich mich die verbleibenden Tage im Jahr ein wenig herausgenommen und somit auch den Podcast pausieren lassen. Um einerseits das vergangene Jahr zu reflektieren, Zeit mit meiner Familie zu verbringen und, um mich einfach mal der Muße hinzugeben. Was mir zugegebenermaßen nicht gerade leicht fällt. Andererseits brauchte ich diese Zeit auch, um in mich zu gehen und zu hinterfragen, ob mein Sein und Tun noch mit mir, meiner Weltsicht und Haltung räsoniert. Denn, wie oft habe ich es schon erlebt, dass ich mich so sehr im Geschäftigsein und den alltäglichen To-Do’s verloren habe, gelegentlich sogar untergegangen bin, ohne zu merken, dass es mich in die Tiefe zieht. Oft bin ich erst wieder aufgetaucht, als die Luft bereits knapp und meine Brust wie zugeschnürt war. Aber, ich bin aufgetaucht. Bin wieder zu Bewusstsein gekommen, habe tief durchgeatmet und schon bald eine neue Klarheit verspürt.


Aber, bevor ich in die Tiefe gehe, möchte ich dich gerne hiermit einladen, an meinen Gedankengängen und einem kleinen Ausschnitt meiner Reflexion des letzten Jahres, teilzuhaben. Natürlich ist dies nur ein Aspekt der Wahrheit, nicht zuletzt, da vermutlich ein großer Teil in meinem Unterbewusstsein schlummert und, zum anderen, da ich nicht mein gesamtes Leben auf dem Silbertablett servieren möchte. Ein bisschen vermeintliche Privatsphäre, solange es diese noch gibt und ein paar schmutzige Geheimnisse, möchte auch ich mir bewahren.


2019 also. Ein bewegendes Jahr. In vielerlei Hinsicht. Nicht nur für mich. Lasse ich die vergangenen Monate vor meinem inneren Auge Revue passieren, wird mir bewusst, wie viele politische und gesellschaftliche Ereignisse mich emotional, aber auch physisch bewegt haben: Europawahl im Mai, Brexit Hin und Her, die gewohnte Trump Misere, der Amazonas steht in Flammen, der heißeste Juni weltweit seit Wetteraufzeichnung. Anschlag in Halle, wachsender Rechtspopulismus und auf der anderen Seite der bisher größte Klimastreik in der Weltgeschichte am 20. September. Über 4 Millionen auf den Straßen weltweit. Alleine in Deutschland 1,4 Millionen. 


Es war das Jahr, das mich politisiert hat, wie kein anderes. Das mich aus meiner selbstbezogenen und beinahe fatalistischen Haltung, in der ich es mir reichlich bequem gemach hatte, herausgerissen hat. Und da stand ich nun. Wie nackt im Scheinwerferlicht. Fühlte mich ein wenig ertappt. Beschämt, so viele Jahre meinen Allerwertesten nicht hoch bekommen zu haben. Trotz all der Ungerechtigkeit, die sich zum Teil sogar direkt vor mir abgespielt hat. Von der ich manchmal sogar wusste und dennoch die Augen verschlossen habe. Man will sich ja nicht belasten mit all der Negativität. Die könnte einen ja davon abhalten, das Beste aus seinem Leben zu machen. Und, wie stünde man denn dann da? Wenn man nicht alle die Chancen und Möglichkeiten nutzen würde, die einem zur Verfügung stehen? Wenn man nicht all die Freiheit auskosten und zur besten Version seiner selbst heranwachsen würde? Wenn man nicht permanent an sich selbst arbeiten und sich optimieren würde? Ja wo kämen wir denn da hin? Gute Frage, aber dazu später mehr.


Ich beschließe also, trotz aller Scham, ehrlich mit mir zu sein. Auch, wenn das schmerzlich ist. Sich einzugestehen, nicht immer gut und richtig gehandelt zu haben. Nicht perfekt, sondern ein ganz normaler Mensch zu sein. Kein Gewinner, kein Superstar und auch kein Shero. Vielleicht auch besser so. Dann setzte ich doch lieber dort an, wo ich glaube, dennoch einen Unterschied machen zu können. Nicht alleine, versteht sich. Sondern als Teil. Als Teil von etwas Größerem. Mich nicht mehr als einzigartigen Rohdiamant, den es zu Schleifen und Polieren gilt, zu betrachten, sondern als etwas ganz Gewöhnliches. Vielleicht einen Kieselstein. Und dies nicht als Kränkung zu empfinden, sondern durchaus als entlastend. Denn auch als Teil von etwas bin ich dennoch einzigartig und nicht unbedeutsam. Aber, ich muss mich nicht mehr permanent herausstellen. Nicht tagein tagaus auf ein Podest stellen und auf den Applaus der anderen warten.


Weil man das eben so macht in einer zunehmende ökonomisierten Welt, in der Märkte und Marktstrukturen immer mehr Raum einnehmen. Privaten Raum. Lebensraum. Alles bekommt einen Preis. Auch wir Menschen. Denn wir sind im übertragenen Sinne alle zu KleinunternehmerInnen geworden, die sich selbst zur Ware machen. Dank Instagram und Co. geht das so leicht wie nie zuvor. Man muss nur die richtige Strategie fahren und genügend in sich und seine Persönlichkeitsentwicklung investieren. Das sei das zutiefst Pornographische an unserer Zeit, schreibt die Philosophin und Autorin Ariadne von Schirach in ihrem Buch „Du sollst nicht funktionieren“. Es geht darum, den größtmöglichen Nutzen mit den geringstmöglichen Kosten zu verbinden. Das Leben ist ein Geschenk und der Mensch Humankapital. Und dies gilt es gemäß des Effizienzparadigmas zu nutzen oder nutzbar zu machen. Aus allem lässt sich etwas abgewinnen. Man muss es nur sehen. Es hängt alles von der inneren Einstellung ab. Du bist, was du denkst. Also sei positiv! Mach das Beste draus! Dein Hobby zum Beruf, dein Leben zum Dauerurlaub auf Mallorca oder besser noch Bali.


Ouch! Schon wieder habe ich mich ertappt. Ja, auch diese Denkweise und Haltung habe ich eine ganze Weile selbst propagiert. Wobei ich mir natürlich nicht darüber bewusst war, dass die vermeintliche Befreiung und exzessive Selbstformung zu einem großen Teil eine Reaktion meinerseits auf die gesellschaftliche Verhältnisse war. Felsenfest war ich davon überzeugt, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Den heiligen Gral. Der mich und alle, denen ich es verrate, unmittelbar ins Nirvana, auf Wolke 7 befördern würde. Pustekuchen.


Da saß ich nun Anfang des Jahre auf Bali. In meinem selbsterbauten Schloss oder passender noch, meiner Hängematte, wie es sich für Digitale Nomadinnen gehört, und fühlte mich mutterseelenallein. Einsam. Oft. Sehr oft. Da war viel Leere. Die sich kaum in Worte fassen ließ. Und, die sich erst mit Tränen, einem Eingeständnis mir selbst gegenüber und einer vorzeitigen Rückreise ins heimische Nest, einen Weg nach draußen bahnte. Ich war also immer noch nicht angekommen. Das hatte ich nun verstanden. Erneut. Die Erkenntnis, dass ich das vermutlich nie würde, das brauchte noch eine Weile.


Also beschloss ich Anfang, Mitte des Jahres, den Blick etwas von mir abzuwenden. Nicht mehr unablässig um mich selbst zu kreisen. Nicht permanent jeden Schritt und Tritt zu beobachten, alle Seelenwogen zu durchleuchten und zu analysieren. Nicht für jedes meiner Probleme eine Lösung finden zu müssen, bis sich das nächste Problem am Horizont auftun würde. Das war auch der Zeitpunkt, in dem ich mich zunächst unbewusst, dann bewusster weitestgehend aus der Coaching- und Persönlichkeitsentwicklungszene zurückgezogen habe. Zumindest aus jener, deren Teil auch ich gewesen bin. Die aus den Ängsten und Selbstzweifeln von Menschen Profit macht. Verpackt in eine gute Marketing Strategie klingt das nur halb so scheußlich. Wobei ich natürlich nicht jedem in diesem Feld böse Absichten unterstellen möchte. Manchmal weiß man ja gar nicht so genau, was man da eigentlich tut. Oder merkt es erst später. Für mich habe ich jedoch realisiert, dass diese Weltsicht nicht mit meinem Verständnis von Würde und Menschlichkeit räsoniert. Und, dass ich nicht auf eine Kerbe einschlagen möchte, die ein Paradigma der Selbstoptimierung weiter manifestiert und infolgedessen immer mehr einsame Sinnsucher produziert.


Vor allem durch die intensivere Auseinandersetzung mit politischen, ökologischen und ökonomischen Zusammenhängen, meinem zunehmenden Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und der Teilnahme an Demos, wurde mir bewusst, dass es im Leben vor allem um eines geht: Ein Teil von etwas zu sein. Sich zugehörig zu fühlen. Nicht nur eine eigene Vision und Ziele zu verfolgen, sondern ein Anliegen zu haben, das größer ist als man selbst, wie Gerald Hüther, ein Neurobiologe, in seinem Buch „Würde“ schreibt. Eine Vorstellung von einer gemeinsame Zukunft. Als Gesellschaft. Eine Art Utopia. Für das es sich lohnt, aufzustehen und sich einzusetzen. Für ein Besser, nicht im Sinne eines noch schneller, schöner, reicher, effizienter, bequemer… sondern für eine lebenswertere Zukunft. Eine Menschliche. Eine Gerechtere. Eine, in der wir unsere Kinder und Enkelkinder mit gutem Gewissen erwachsen lassen können.


Ich habe viel nachgedacht in 2019. Das klingt, als hätte ich das zuvor nicht getan. Aber ich meine damit nicht ein intentionales Nachdenken, wohlmöglich begleitet von Journalling und Meditation, sondern einfach nur Denken. Das, was eben kommt, wenn man gerade nichts tut. Oder, wenn man wie ich, zwei Wochen alleine wandern geht. In der Natur wird einem einiges bewusst. Wenn man dem Rascheln der Bäume im Wind lauscht, zu den gewaltigen Felswänden hinaufblickt. Dass man doch eigentlich ein Teil von ihr ist. Nichts von der Natur Abgetrenntes. Keine Umwelt, sondern Mitwelt. Nicht Ressource allein, sondern Leben. Wie du und ich.


Wie gesagt, ich habe viel nachgedacht. Ein Ergebnis dessen, war u.a. die Entscheidung noch einmal Philosophie und Politik zu studieren. Das tue ich nun. Und, es war eine gute Entscheidung. So viel kann ich bisher sagen. Es hat zudem den Wunsch in mir geweckt, etwas gemeinschaftliches zu gründen. Ein Kollektiv. Zukunftskunst heißt es. Ein Versuch, Begegnungs- und Gestaltungsräume zu öffnen, die befähigen und ermutigen, gemeinsam nachhaltige und positive Zukunftskonzepte zu entwickeln. Es ist noch in den Kinderschuhen. Aber ich merke, je konkreter es wird, desto mehr hoffe ich, dass es eines Tages mein Baby wird, dem ich all meine Liebe und Aufmerksamkeit widmen kann. Neben dem Podcast, versteht sich.


Ich finde es spannend, welche Umwege und vielleicht sogar Irrwege wir gehen müssen, um uns näher zukommen. Und, dass es oft nicht die eigängige Beschäftigung mit uns und unserem Selbst ist, die uns voranbringt, sondern das Gegenteil. Die Distanz. Indem wir einen Schritt zurücktreten, sehen wir oft klarer. Stellen fest, dass da gar kein Ende in Sicht ist. Dass es vielleicht auch gar nicht darum geht im Leben. Etwas zu finden. Vielleicht ist es ja auch schon die ganze Zeit da gewesen? Wer weiß.


Vermutlich werde ich diese Zeilen eines Tages mit einem ebenso amüsierten Lächeln beäugen, wie alte Tagebucheinträge oder verblichene Polaroids aus Teenie Zeiten. Weil sich schon wieder so viel gewandelt hat. Weil die Welt sich weiter dreht und ich wieder nicht angekommen bin. Die Kunst besteht vermutlich darin, sich diese Irrtüme und Umwege zu verzeihen. So, wie man sich auch Tattooketten, die übergroße Kreolen Ohrringe und die Dauerwelle verziehen hat. So gilt es weiterhin wohlwollend mit sich zu sein. Und sich nicht ganz so ernst und wichtig zu nehmen. Das soll angeblich helfen, habe ich mir sagen lassen.


Zu einem richtigen Jahresrückblick gehört es sich ja üblicherweise, auch einen Blick in die verlockende und aussichtsreiche Zukunft zu werfen. Und sich zu fragen: Wie hätte ich es gerne? Was sollte anders sein? Wie möchte ich mich fühlen? Was kann ich dafür tun? Der ein oder andere schnürt nun ein strammes Paket an Zielen und Vorgaben, die es einzuhalten und zu erreichen gilt. Neujahresvorsätze werden sie auch liebevoll genannt, was einem, im Vergleich zu „richtigen“ Zielen die gesellschaftlich akzeptierte Erlaubnis gibt, sie alsbald wieder zu verwerfen.Um es kurz zu machen, ich mag keine Vorsätze. Auch nicht zum Beginn des Jahres. Was mir hingegen gefällt, ist der Blick in die Glaskugel. Im übertragenen Sinne. Sich auszumalen, wie es anders sein könnte. Sich selbst eine Geschichte zu erzählen. Im Hinblick auf die eigene Zukunft, aber auch auf die Welt, die großen Zusammenhänge, in die wir alle eingebunden sind. Auch, wenn wir das bei all den kleinen und großen alltäglichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, manchmal ausblenden. Dass wir einen Einfluss oder neudeutsch einen Impact haben. Wir können etwas bewegen. Auch, wenn wir noch so klein sind. Wie uns die Klimaaktivistin Greta Thunberg zugleich mahnt und ermutigt. Nicht nur für unser eigenes Leben brauchen wir eine positive Vision und Hoffnung, auch im Bezug auf unsere Gesellschaft ist ein gemeinsames Narrativ notwendig. Eine Geschichte, die wir uns gegenseitig erzählen und an die wir glauben, wie ein besseres und lebenswerteres Morgen aussehen könnte. Ich stelle mir dann manchmal vor, welche Rolle ich in diesem Stück spielen würde. Worin meine Aufgabe bestünde und, was ich tun könnte, um unsere gemeinsame Zukunft mitzugestalten und hoffentlich besser zu machen. 


Vielleicht ein kleiner Einblick, was ich mir da für dieses Jahr notiert habe: Im Bezug auf mein eigenes kleines Universum, möchte ich weiterhin so viel Zeit wie möglich in der Natur verbringen. Die mir keine Fragen stellt. Die kein „Um-zu“ kennt. Sondern nur ein Sein. Ich möchte mehr Zeit auf die Dinge verwenden, die mir wirklich wichtig erscheinen, wie meiner Familie und meinen Freunde. Improtheater spielen, weil ich mich so unglaublich frei fühle, wenn ich mich auf der Bühne zum Affen mache. Weil es einfach egal ist, denn es ist nur eine Rolle, die ich spiele. Eine von vielen. Ich möchte öfter Nein-Sagen. Nein zu Möglichkeiten, Chancen und Optionen, die so köstlich und verlockend klingen. Mir schmeicheln und mich umgarnen. Aber am Ende doch nur wie Zuckerwatte, die sich im Mund langsam mit dem Speichel mischt, vaporisieren. Auflösen. Und was bleibt ist ein klebriger Geschmack und Leere. Ich wünsche mir statt kurzfristigen, erfolgsversprechenden Handlungen, Momente und geteilte Erlebnisse, die etwas hinterlassen, das bleibt. Nachhaltig. Ich möchte meine Leben und meine Zeit, die ich durchaus als Geschenk betrachte, für etwas nutzen, das mir ein Anliegen ist. Nicht einfach den Status-Quo hinnehmen und akzeptieren. Sondern ihn hinterfragen und neue Wege gehen. Nicht nur, weil es in vielerlei Hinsicht nicht mehr anders geht, sondern auch, weil es eine Chance ist. Teil von etwas zu sein. Nicht nur das eigene Leben zu optimieren, seine Persönlichkeit zu entfalten, sondern zugleich das Zusammenleben als Gemeinschaft mitzugestalten und dabei Selbstwirksamkeit  zu erleben. Ich wünsche mir eine Welt, die trotz all der Unterschiede, die uns individuell einzigartig machen, die Gemeinsamkeiten aller Menschen nicht vergisst. Die uns verbinden. Weil wir alle Menschen sind, die sich ein würdevolles Leben wünschen. Die von anderen akzeptiert und geliebt werden und sich als Teil von etwas begreifen wollen. Denn, wer möchte schon alleine auf diesem Planeten sein?! Apropos Planet: Ich wünsche mir für 2020, dass Klimaschutz wirklich ernst genommen wird. Dass auf Worte Taten folgen. Nicht nur heiße Luft und CO2. Dass das Schwarze-Peter-Spielen ein Ende hat. Es ist weder alleine die Politik, die es zu richten hat, noch sind es die Konzerne, die alleine das Ruder rumreißen können. Nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Institutionen und uns kann es gelingen. Einen Masterplan existiert nicht. Abwarten und Tee trinken ist auch nicht die Lösung. Was bleibt uns also übrig, als den ersten Schritt zu gehen. Jede und jeder von uns. Auch, wenn wir noch nicht den genauen Weg kennen. Wie heißt es so schön, Erkenntnis kommt oft vom Tun.


Sollte dir diese Podcast Folge etwas abstrakt vorgekommen sein oder, du hast etwas vollkommen anderes erwartet, dann verzeihe mir. Du hast bereits die nach bestem Gewissen enthedderte und entknäuelte Version meines inneren Gedankenchaos erhalten. In Zukunft wird es wieder etwas geordneter zugehen. Versprochen. In der nächsten Folge, die noch diese Woche erscheinen wird, gibt es eine kleine, große Ankündigung. Surprise, surprise! Also nicht verpassen! Im Anschluss daran läuten wir den Themenschwerpunkt „Wirtschaft neu Denken“ ein, mit einem Interview mit Christian Felber, dem Begründer der Gemeinwohl Ökonomie. Auf den Wunsch einiger HörerInnen wird es aber weiterhin einen Wechsel aus persönlichen Solofolgen und Interviews geben.

5. Januar 2020

Hans Rudolf Herren – Das Ende der Grünen Revolution (Teil 2)

von Marilena 15. Dezember 2019

Wenn man „Grüne Revolution“ liest oder davon hört, könnte man ja eigentlich meinen, es handle sich um ein Bestreben im Sinne der Nachhaltigkeit. In dem Gespräch mit dem Insektenforscher und Experten für Landwirtschaft, Hans Rudolf Herren, durfte ich allerdings erfahren, dass der Schein eher trügt bzw. grün nicht gleich grün bedeutet. Hinter dem Begriff der „Grünen Revolution“ steht ein Konzept aus den 1960er Jahren, dass die modernen landwirtschaftlichen Hochertragssorten und deren erfolgreiche Verbreitung auch in Entwicklungsländern wie Indien vorantreiben sollte. Von den wachsenden Erträgen profitieren einerseits Bauern und KonsumentInnen, auf der anderen Seite wird das Konzept vor allem dafür kritisiert, dass es neben der massiven Umweltschädigung durch den Einsatz chemischer Stoffe, die Bauern in den Entwicklungsländern in eine starke Abhängigkeit von internationalen Konzernen treibt.

Wie eine nachhaltige und enkeltaugliche Zukunft der Landwirtschaft aussehen könnte, habe ich in dem zweiten Teil des Interviews mit dem Schweizer Insektenforscher Hans Rudolf Herren besprochen.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:

► Interview Teil 1: „Eine Welt ohne Bienen, geht das?“
► Website der Stiftung BioVision
► Hintergründe zur „Grünen Revolution“
► Buchempfehlung: „Die Grenzen des Wachstums“ von dem Club of Rome

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

15. Dezember 2019

Hans Rudolf Herren – Eine Welt ohne Bienen, geht das? (Teil 1)

von Marilena 15. Dezember 2019

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.” Dieses Zitat stammt angeblich von dem genialen und weltbekannten Wissenschaftler Albert Einstein. Und auch, wenn es nicht geklärt ist, ob er diese Worte einst wirklich in den Mund genommen hat, so ist eines wohl sehr klar: Stirbt die Biene tatsächlich eines Tages aus, so wird es vermutlich gravierende Folgen für unser Ökosystem und damit auch uns Menschen haben.

Einer, der sich bereits seit vielen Jahren für eine Agrarwende und den Erhalt von Biodiversität einsetzt, ist der Schweizer Insektenforscher und Wissenschaftler Hans Rudolf Herren. Und das sogar ziemlich erfolgreich. In den 1980er Jahren bekämpfte er die Schmierläuse in Afrika auf natürliche Weise, sodass eine Hungersnot verhindert werden konnte, von der bis zu 20 Millionen Menschen betroffen gewesen wären. Für seine Arbeit wurde Hans Rudolf Herren bereits mit dem Welternährungspreis sowie 2013 gemeinsam mit seiner Stiftung Biovision mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Ich bin mit dem Nachtzug von Hamburg nach Zürich gefahren, um mich mit ihm zu treffen. Interessiert hat mich unter anderem, weshalb Artenvielfalt eigentlich so wichtig ist und was ökologische Landwirtschaft wirklich bedeutet. Die Antworten erhältst du in Teil 1 des Interviews.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:
► Website der Stiftung BioVision
► Artenvielfalt-Bericht des Weltbiodiversitätsrat (IPBES)

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

15. Dezember 2019

Ursula Hudson: Is(s)t man vegan wirklich nachhaltiger?

von Marilena 9. Dezember 2019

„Du bist, was du isst“. Dieser Satz basiert ursprünglich auf der Aussage des Philosophen Ludwig Feuerbach: „Der Mensch ist, was er isst“ aus dem Jahr 1850. Heute ist sie gefühlt aktueller denn je. Zumindest wird viel über die Ernährung philosophiert und debattiert. Was gilt als gesund? Was sollte oder gar darf man noch essen?

Angesichts der globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, wird unsere Ernährung aber noch von einer anderen Perspektive aus interessant. Alleine über die Ernährung entstehen pro Europäer jährlich rund neun Tonnen CO2-Äquivalente. Wer behauptet, die Wahl des Mittagessens sei eine rein persönliche, der irrt sich. Sie ist hochpolitisch. Dieser Ansicht ist zumindest Dr. Ursula Hudson. Sie ist Vorstandsvorsitzende von Slow Food Deutschland und macht sich für eine Ernährunsgwende stark, die auch den nachkommenden Generationen ein würdiges und gutes Leben auf einem grünen Planeten ermöglicht.

Was das konkret bedeutet, erfährst du in dem heutigen Interview, das ich mit Dr. Ursula Hudson in der Berliner Zentrale von Slow Food Deutschland geführt habe. In dem Sinne wünsche ich dir viel Freude beim Zuhören.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:

► Du möchtest mehr über die Initiative Slow Food erfahren? Hier findest du weitere Informationen. Es gibt auch regionale Gruppen, in denen du dich engagieren kannst.
► Der Weltagrarbericht  zum Nachlesen. findest du weitere Informationen.
► Beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (https://www.bmel.de/) findest du weiterführende Informationen. Ebenso, wie beim Bundeszentrum für Ernährung (https://www.bzfe.de).

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

9. Dezember 2019

Arved Fuchs: Haben wir bald keine Gletscher mehr?

von Marilena 1. Dezember 2019

Wolltest du auch immer schon mal zu Fuß zum Nordpol oder ganz alleine in einem Kajak im Winter das Kap Horn umrunden? Wie, du etwa auch nicht? Es gibt ein paar Dinge, auf die Idee sie zu tun, wir Normalsterblichen – bis auf einige Ausnahmen natürlich – eher selten kommen. Eine dieser Ausnahmen ist Arved Fuchs.

Er ist Polarforscher und hat bereits viele solcher Expeditionen hinter sich. Bereits 1989 gelang es ihm als erster Mensch, den Nord- und Südpol zu Fuß und auf Skiern innerhalb eines Jahres zu erreichen. Und man bedenke, dass es damals noch keine Smartphones mit GPS gab. Heute ist Arved Fuchs allerdings meistens mit Dagmar Aaen, seinem Segelschiff, unterwegs. Gerade erst kürzlich ist er von seiner letzten Expedition „Ocean Change – turn the page“, die ganz im Auftrag des Klimawandels stand, zurückgekehrt. Mit eigenen Augen, konnten er uns sein Team aus WissenschaftlerInnen das Fortschreiten des Klimawandels in Grönland beobachten. Insbesondere das Gletscherschmelzen ist unübersehbar und macht deutlich, was wir durch unseren derzeitigen Lebensstil anrichten.

Die Aufgabe der Expedition ist es allerdings nicht nur, Probleme sichtbar zu machen. Im Dialog mit Menschen vor Ort sollen zudem Best-Practice-Beispiele aufgezeigt und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Crew dokumentiert, spricht mit WissenschaftlerInnen, aber auch mit Jägern und Fischern vor Ort. Arved Fuchs und sein Team sind fest davon überzeugt, dass die Auswirkungen des Klimawandels sich am Beispiel Grönland exemplarisch und für alle Menschen verständlich darstellen lassen. In Film- und Bildbeiträgen sollen die Veränderungen in der Natur gezeigt werden – und gleichzeitig positive Ansätze zur Lösung des Problems dargestellt werden.

Ich habe Arved Fuchs im beschaulichen Bad Bramstedt getroffen. In seinem Familienhaus, in dem er schon als Kind aufgewachsen ist. Neben der Frage, was ihn zu diesen zum Teil waghalsigen Expeditionen antreibt, hat mich besonders interessiert, wie die Eindrücke seine Weltsicht beeinflusst haben. Ich freue mich, dir seine Antworten jetzt präsentieren zu dürfen.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:
► Du möchtest mehr über Arved Fuchs und seine Expeditionen erfahren? Hier findest du weitere Informationen. 
► Als SchülerIn hast du die Chance dich für das I. C. E. Klimacamp von Arved Fuchs zu bewerben.

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

1. Dezember 2019

Anastasia Umrik: Was macht eine inklusive Gesellschaft aus?

von Marilena 24. November 2019

Viele Jahre wehrte sich Anastasia gegen die vererbte Muskelerkrankung und wollte auf Biegen und Brechen ein „normales“ Leben führen. Das kostete sie allerdings unheimlich viel (Lebens-)Energie, so dass sie keine andere Wahl sah, als sich irgendwann der Realität zu beugen und aktiv zu beobachten, wie sie ihre Kreativität und Kraft aus dem was da ist schöpfen kann.

Anastasia Umrik, Mitte 30, ist mittlerweile Initiatorin des Fotoprojektes „andersstark“ sowie Gründerin des Fashionlabels „inkluWAS“. Ihr Ziel war es, das Denken über Inklusion & Diversity positiv zu prägen und dazu zu animieren, ein Zeichen für mehr Toleranz zu setzen. Damit sensibilisiert sie für die Vielfalt verschiedener Menschen, konfrontiert uns humorvoll mit unseren eigenen Vorurteilen. Sodass es uns möglich wird, Barrieren und Muster zu durchbrechen, um eine gleichberechtigte und tolerante Gesellschaft zu fördern.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:
► Du möchtest mehr über Aktion Mensch erfahren und wie du dich engagieren kannst? Hier entlang.
► Zudem kannst du eines der „Inkluencer“ T-Shirts gewinnen. Wie, das erfährst du hier.
► Mehr über Anastasia und ihre zahlreichen Projekte erfährst du auf ihrer Website.

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

24. November 2019

Jeder Mensch ist ein Künstler

von Marilena 11. November 2019

„Jeder Mensch ist ein Künstler“ – so lautet zumindest die radikale Forderung Joseph Beuys. Mal angenommen, wir würden uns alle als im weitesten Sinne als Künstler*innen begreifen, so würde das eine weitreichende Perspektive eröffnen. Für ein ganz grundlegendes, radikales Verständnis von Kreativität. Die uns fragen lässt, wie wir eigentlich in Zukunft leben wollen – individuell, gesellschaftlich und global?

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:
► Mehr zum erweiterten Kunstbegriff auf Wikipedia
► Das Buch „Die Große Transformation“ von Prof. Dr. Uwe Schneidewind kannst du hier erwerben.

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

 

TRANSKRIPT:

Ich war Ende letzter Woche auf einer Veranstaltung im österreichischen Vorarlberg, die sich POTENTIALe nennt. Ein Festival der Kunst und Kultur, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Da ich den Auftakt moderieren durfte, habe ich mich natürlich ein wenig vorbereitet. Und im Zuge dessen ist es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen. Welche Bedeutung eigentlich der Kunst in der Gestaltung von Gesellschaft und Zukunft im allgemeinen, zukommt. Aber bislang, finde ich, nicht ansatzweise die Würdigung und das Zugeständnis dieser Fähigkeit erfährt. Dabei existiert Kunst und Gestaltung in den unterschiedlichsten Formen bereits seit es Menschen gibt. Wir haben schon immer gestaltet. Bewusst wie unbewusst.

Ich meine, hat dir nicht auch schon einmal jemand gesagt, dass du eine Künstlerin oder ein Künstler bist? Oder, dass du es zumindest sein könntest?

„Jeder Mensch ist ein Künstler“ – so lautet zumindest die radikale Forderung Joseph Beuys. Einem Künstler, der parallel zu seiner bildnerischen Arbeit wichtige Impulse für gesellschaftliche Gestaltungsprozesse hinterließ. Vor allem durch sein Konzept eines „Erweiterten Kunstbegriffs“. 

Mal angenommen, wir würden uns alle als im weitesten Sinne als Künstler*innen begreifen, so würde das, glaube ich, eine weitreichende Perspektive eröffnen. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass wir alle Künstler*innen im klassichen Sinne werden und Bilder malen oder Skulpturen schaffen sollten. Bei dem Wort Künstler denkt man eben schnell an Van Gogh und Picasso. Was damit gemeint ist, bzw. was Beuys damit sagen wollte, ist dass solch eine Definition von Kunst den Blick öffnen würde, für ein ganz grundlegendes, radikales Verständnis von Kreativität. Die tief in die Gesellschaft und in uns selbst vordringt, und uns fragen lässt, wie wir eigentlich in Zukunft leben wollen – individuell, gesellschaftlich und global? Eben weil wir mitgestalten. Weil wir uns als Gestalter*innen betrachten.

Dabei geht es natürlich auch um das Ermutigen jedes einzelnen Menschen, die in uns steckende Kreativität umfassend in unserem eigenen Arbeits- und Lebensbereich anzuwenden. Ganz gleich, ob wir Lehrer*in, Ingenieur*in oder Bildhauer*in sind. Kreativität wird viel mehr verstanden als die ureigenste Besonderheit eines jeden Menschen. Damit ist jede und jeder von uns in gesellschaftliche Gestaltungsprozesse weit über die Kunst im engeren Sinne hinaus einbezogen. Und es bedeutet, dass wir alle gestalten. Bewusst, wie unbewusst. Ob wir nun wollen oder nicht. Mit allem, was wir in der Gegenwart tun, haben wir einen Einfluss auf die Zukunft. Im kleinen, wie im Großen. Und klar ist auch, dass wir inzwischen kaum mehr Einzelaktionen vollziehen können, die nicht Auswirkungen auf das große Ganze hätte.

Besonders deutlich wird das, wenn man sich bewusst macht, welche Auswirkungen unser Konsumverhalten alleine in Deutschland auf große Teile des globalen Südens hat. Oft haben wir zwar im Hinterkopf, dass, wenn wir ein T-Shirt bei H&M und Co. kaufen, dass dies von Näherinnen in Bangladesh oder anderen Teilen Asiens in Textilfabriken unter z.T. prekären und lebensgefährlichen Bedingungen für einen Hungerlohn angefertigt wurde. Und auch, wenn wir es wissen und bewusst den Kauf bei solchen Unternehmen boykottieren, fühlen wir uns selten mit dafür verantwortlich. Das sollen die da oben regeln. 

Wir leben in einer Externalisierungsgesellschaft. Kaum einer will Verantwortung für die entstanden Kosten übernehmen, die durch unseren Verschwendungs- und Konsumwahn entstehen und unsere Umwelt und vor allem benachteiligte Menschen schädigen. Stattdessen wird unser Müll lieber weiterhin an Länder wie Indien verschickt, die ihn uns gegen eine Gebühr abnehmen und irgendwo auf gigantische Müllberge bei sich kippen. So sieht man ihn wenigstens nicht. So haben es sich zumindest, glaube ich, ein Großteil der Politik und Wirtschaft, lange Zeit gewünscht und erhofft. Hat ja auch eine Weile mehr oder weniger funktioniert.

Tja, nur heute, angesichts der globalen Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen, wissen wir mittlerweile dass wir nicht einfach so weitermachen können. Dass wir nicht weiter unseren Ballast einfach irgendwem anders in die Arme drücken können. Denn der Erde ist es ziemlich schnurzpiepegal, wo unser Müll lagert oder wo Co2 entsteht. Fakt ist, es muss weg, bzw. im ersten Schritt drastisch reduziert werden. Das zukunftsuntaugliche business as usual muss aber auf jeden Fall der Vergangenheit angehören. 

Und, um diese Herausforderungen lösen zu können, braucht es kreative Lösungen und eine neue Denkweise. Und daher auch möglichst 7 Milliarden Künstler*innen in allen Lebensbereichen. Die den Status-Quo hinterfragen, und über ihr Eigeninteresse hinaus in der Lage sind, die Verantwortung für das Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Auch, wenn sie augenscheinlich nicht bzw. noch nicht direkt davon betroffen sind. Denn wie heißt es so schön: Bist du nicht Teil der Lösung, bist du Teil des Problems.

Gegenwärtig befinden wir uns allerdings eher noch im Stadium einer allgemeinen Leitkultur der Verantwortungslosigkeit. Wobei man schon sagen kann, habe ich zumindest das Gefühl, dass sich da gerade etwas bewegt und immer mehr Menschen realisieren, dass ihre Stimme, über das Kreuzchen bei der Wahl hinaus, gefragt ist. 

Der Philosoph Kwame Appiah hat ein sehr interessantes Konzept für eben solche kulturellen Prozesse entwickelt, dass Uwe Schneidewind in unserem Gespräch auch schon angesprochen hat. Weil es so anschaulich ist und im Kontext sehr passend ist, werde ich es allerdings noch einmal kurz vorstellen. Und zwar spricht Appiah von den sogenannten 5 Phasen Kultureller Revolutionen:


Phase I: Ignoranz, das Problem wird nicht gesehen.
Phase II: Anerkennung des Problems, aber wir sehen keinen persönlichen Bezug.
Phase III: Persönlicher Bezug, aber Nennung, warum kein Handeln möglich ist.
Phase IV: Handeln
Phase V: Im Rückblick Unverständnis, dass die alte Praxis je bestehen konnte.

Ich würde sagen, wir befinden uns zu einem großen Teil in Phase drei. Wir merken zwar, es muss sich etwas ändern und auch wir sind gefragt, wenn es um das Finden von Lösungen geht, aber so richtig kommt der Wagen noch nicht ins Rollen. Es ist ja auch einfach so schön bequem in dem vom Kapitalismus zurechtgemachten Federbett, dass kaum einen hedonistischen Wunsch offen lässt. Nichts desto trotz ist die Frage jetzt natürlich, die sich einige stellen: Wie kommen wir in Phase 4. Wie kommen wir ins Handeln? Was hilft uns, selbst aktiv zu werden, über die Konsument*innen Rolle hinaus, Zukunft zu gestalten? 

Ich glaube, wie eben kurz schon angerissen, dass unser bestehendes Wirtschaftssystem uns viel zu lange eingeschärft hat, Profitmaximierung und Hedonismus seien unsere einzige Motivation, uns in Bewegung zu setzen und etwas zu schaffen. Aus Sicht der Wirtschaftswissenschaften kommen wir bereits als Homo economics auf die Welt und unser vorrangiges Ziel ist es, Kapital anzuhäufen und unser eigenes Glück zu maximieren. Alles andere wird der Markt schon regeln. Haben wir ja gesehen, wie gut das bisher klappt. Nichts gegen etwas Wohlstand und gute Lebensbedingungen, aber, wenn wir mal ehrlich sind, wollen wir nicht viel darüber hinaus, vor allem aus eigenem Antrieb etwas Gelungenes schaffen, das einen Beitrag leistet und geschätzt wird? Bei dem wir das Gefühl haben, dass es für uns uns auch andere von Bedeutung ist und sich nicht nur am Ende des Monats in Zahlen auf dem Gehaltscheck ausdrückt? Und ich spreche hier nicht alleine von Selbstverwirklichung im individuellen Sinne. Sondern eben darüber hinaus.

Verwundern tut es mich aber wenig, dass sich eben genau solch ein von der Ökonomie geprägtes Denken etabliert hat. Wir kommen zwar als Kinder alle mit einem schier unermesslichen kreativen Potential auf die Welt, verlieren es auf dem Weg zum Erwachsenen aber leider in vielen Fällen. Oder eher gesagt treiben wir es den Kindern selbst in den Schulen aus. Die zu einem großen Teil darauf ausgerichtet sind, junge Menschen auf die Arbeitswelt vorzubereiten und zu kleinen Effizienzrobotern auszubilden, damit sie sich in unseren gesellschaftlichen Fehlkonstruktionen zurechtfinden, in denen wir selbst nicht glücklich werden. Ein ziemlich hoher Preis, finde ich, der absolut nicht gerechtfertigt ist und definitiv keinen Sinn macht.

Gerade deshalb braucht es, glaube ich, mehr Begegnungsräume und Menschen, die zeigen, dass das nicht so sein muss. Dass es auch anders geht. Dass ein gelungenes Leben nicht notwendigerweise effizient und opulent sein muss. Aber auch, dass dieser im ersten Moment angenommene Verzicht, nicht bedeutet, dass wir für die Lösung von Zukunftsproblemen mit den Mitteln der Vergangenheit vorankommen. Früher war bei weitem nicht alles besser. Mal abgesehen davon, dass sich eine Rückwende bisher selten als guter Schachzug erwiesen hat. Stattdessen brauchen wir, in meinen Augen, für die Gestaltung einer ungewissen Zukunft, ein enormes Maß an Kreativität. Und von wo sollte das kommen, wenn nicht von uns Menschen?

Ich glaube, dass wir uns, insbesondere in diesen manchmal etwas dystopisch anmutenden Zeiten, eine Scheibe von Künstler*innen abschneiden können. Denn ähnlich, wie diese sich immer wieder neu auf Prozesse einlassen, deren Ende sie nicht kennen, und sich trotzdem mutig dieser Situation hingeben, müssen auch wir wieder lernen, dieses Vertrauen zu finden indem wir uns unseres Gestaltungspotentials bewusst werden. 

Die Frage ist natürlich, wie kann uns das gelingen? Was braucht es dafür?

Uwe Schneidewind schreibt dazu etwas sehr passendes in seinem Buch „Die Große Transformation“:

„Erst im Zusammenspiel von Wissen, Haltung und Fähigkeit bildet sich die individuelle Zukunftskunst heraus, d.h. ein ganz persönlicher »Möglichkeitssinn« , ein reflektiertes Gefühl der Selbstwirksamkeit, um zu Veränderungsprozessen im Sinne einer großen Transformation beizutragen. Ausgangspunkt für Veränderung ist immer eine Haltung. Damit ist eine grundlegende Orientierung gemeint, mit der man sich der Welt nähert und Veränderungen anstößt. Einer solchen Haltung muss letztlich eine tragende Vision zugrunde liegen.“

Schneidewind zufolge benötigt die Kunst, eine andere Wirklichkeit zu denken und in Veränderungen zu übersetzen, also eine Kombination aus Wissen, aus Haltung und konkreten Fähigkeiten zur Umsetzung. Haltung bildet dabei die Basis, die vor allem von einer Vision getragen wird. Einer Vision, die eine Anziehungskraft auf einen auswirkt, der man quasi nicht entziehen kann. Wie der Duft eines frisch bezogenes Betts oder der einer noch lauwarmen Zimtschnecke. Mmmh. 

Bevor ich ins Träumen gerate, muss man da einfach ganz klar sagen, was Visionen angeht, sehe ich eher einen Mangel.  „Wer Visionen hat, braucht einen Arzt“, wie es Helmut Schmidt einmal gesagt hat, scheint eher der Konsens zu sein. Dem auch Merkel erst kürzlich in abgewandelter Form zugestimmt hat, indem sie sagte, Politik sei das was möglich ist. Solche Sätze machen mir, um ehrlich zu sein etwas Bauchschmerzen. Denn ich glaube schon, dass es durchaus Platz für utopische oder zum Teil unrealistisch anmutende Visionen braucht. Zumindest für alternative Visionen, abseits der neoliberalen Träume, im Sinne eines schneller, besser, weiter mehr. Sowohl auf individueller, als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Da fehlt es noch ein wenig an kreativen Vordenker*innen, habe ich das Gefühl. Aber eine Vision zu entwickeln, die in einem selbst wirkmächtig wird, erfordert natürlich auch Selbstreflexion und -transformation. Und Mut, sich dem Status Quo zu widersetzen oder ihn zumindest zu hinterfragen. Natürlich ist das nicht immer leicht. Aber man muss ja auch nicht gleich alles von heute auf morgen auf den Kopf stellen wollen.

Ich kann da nur einigen meiner letzten Interviewgäste beipflichten, wie z.B. Michael Braungart und Harald Welzer. Dass es nicht darum geht, als einzelner, einsamer Zukunftskünstler*in die ganze Welt zu retten. Das muss und kann keiner von uns alleine. Sondern sich seines Handlungspotentials bewusst zu werden und sich aus diesem etwas herauszupicken, bei dem man das Gefühl hat: „Da habe ich Lust drauf! Da möchte ich etwas bewegen!“ Und das darf gerne zu Hause anfangen. Im Kleinen. Wie fast alles beginnt. Und nach einiger Zeit merkt man dann, wie gut es sich anfühlt, Verantwortung zu übernehmen. Welches Gefühl von Selbstwirksamkeit damit einhergeht. Und, dass man entgegen aller Erwartungen, doch etwas bewegen kann. Oft viel mehr, als wir uns wagen zu träumen. Ich meine, Greta Thunberg hat auch damit angefangen, sich Freitag in Stockholm ganz alleine vors Parlament zu setzen. Wenn man sich das mal bildlich vor Augen führt, so ein kleines Mädchen, alleine mit einem Plakat in den Händen, dann wirkt das nicht gerade weltbewegend. Aber sie hat scheinbar gespürt, dass es genau damit anfängt. Und, dass sie eine Wirkkraft hat, die sie nutzen muss. Die sich entfalten kann, wenn sich ihr weitere Menschen anschließen, die auch an ihr Gestaltungspotential glauben. Weil eben keiner zu klein ist, um einen Unterschied zu machen.

Und ich bin mir sicher, dass du das auch bereits tust. Angefangen bei deiner eigenen Familie, deinem Freundeskreis oder deiner Arbeit. Überall können wir einen Unterschied machen. Gerade deshalb halte ich es für so wichtig, dass wir uns immer wieder unserer Handlungsspielräume bewusst werden und diese nach Möglichkeit nutzen. Einfach, weil wir können. Ich finde, das ist Grund genug.

11. November 2019

Uwe Schneidewind: Wie wird man Zukunftskünstler*in? (Teil 2)

von Marilena 31. Oktober 2019

In der Nachhaltigkeitsdebatte werden wir als Bürger*innen häufig auf die Rolle der Konsument*innen reduziert. Wir sollen doch einfach verzichten und bewusstere Entscheidungen treffen, dann wird das schon. Natürlich ist dieser Hebel nicht außer Acht zu lassen, allerdings wird diese Reduzierung nicht unserem Potential gerecht. Wir können weitaus mehr tun, sagt Prof. Dr. Uwer Schneidewind. Wenn wir uns als Zukunftskünstler*innen begreifen, die in der Lage sind, ihre Handliungsspielräume zu nutzen und aktiv Zukunft mitzugestalten.

Professor Dr. Uwe Schneidewind ist Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit an der Bergischen Universität Wuppertal. Er ist Mitglied des Club of Rome und des wissenschaftlichen Beirats für globale Umweltfragen. Aktuell sieht ihn die FAZ unter den 100 einflussreichsten Ökonomen, das Cicero-Ranking zählt ihn aktuell zu den 500 wichtigsten deutschsprachigen Intellektuellen.

Macht (einen) Sinneswandel möglich, indem ihr Fördermitglieder werdet. Finanziell unterstützen könnt ihr uns auch via PayPal oder per Überweisung an DE95110101002967798319. Danke.

SHOWNOTES:
► Zum Wuppertal Institut hier entlang.
► Weitere Informationen zur „Zukunftskunst“ findest hier.
► Das Buch „Die Große Transformation“ von Prof. Dr. Uwe Schneidewind kannst du hier erwerben.

Kontakt:
✉ redaktion@sinneswandel.art
► sinneswandel.art

 

31. Oktober 2019
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Kategorien

  • Episoden (184)
    • Allzumenschliches (85)
    • Mensch & Natur (33)
    • New Economy (26)
    • Zukünfte denken (30)
    • Zusammenleben gestalten (84)

Schlagwörter

Achtsamkeit Aktivismus Antirassismus Arbeit Bildung Corona Demokratie Digitalisierung Diversity Ernährung Feminismus Freiheit Gefühle Geld Gemeinwohl Gender Gesundheit Grenzen Identität Intersektionalität Journalismus Kapitalismus Klimawandel Konsum Kultur Kunst Leistungsgesellschaft LGBTQ Liebe Mental Health Nachhaltigkeit Natur New Work Philosophie Politik Selbstentfaltung Sexualität Sinn Sinneswandel Social Media Sprache Technik Utopie Wirtschaft Zukunft
  • Spotify
  • RSS

Copyright Marilena Berends © 2025 | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt

Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.